Kameras und Aufnahmetechnik

Canon EOS 6D

Die EOS 6D von Canon ist eine digitale Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor und 20.2MP. Die Kamera wird direkt an den Okularauszuges des Teleskopes angeschlossen, und kann über den Lacerta MGEN Autoguider angesteuert werden. So lassen sich bequem die Belichtungszeit sowie Bilderserien automatisch steuern.

Überzeugt hat mich vor allem die hohe ISO-Empfindlichkeit sowie die robuste Verarbeitung der Kamera, was gerade in eher feuchten Nächten von Vorteil ist, wenn sich Tau auf dem Gehäuse niederschlägt. Für die Astrofotografie (Deep Sky, Widefield) verwende ich das RAW-Format der Kamera, bearbeitet werden die Bildserien mittels der Stacking-Software „Deep Sky Stacker“ (Freeware), sowie dem speziell für die Astrofotografie entwickelten Programm „Fitswork“ (Freeware). Die abschliessenden Bearbeitungsschritte (Crop, leichte Anpassungen am Tonwert etc.) führe ich mittels GIMP (Freeware) durch.

Für das Deep-sky Imaging verwende ich in der Regel einen Focal Reducer, mit welchem ich das Öffnungsverhältnis des Teleskopes auf f/6.3 reduzieren kann.

Canon EOS 450Da

Eine astromodifizierte Version der Canon EOS 450D. Das heisst, der Kamera wurde der komplette IR/UV-Sperrfilter entfernt. Dadurch erreicht die Kamera eine bis zu 90% höhere Empfindlichkeit im in der Astrofotografie wichtigen Bereich des Infrarotspektrum.

Objektive

– Canon EF 100mm f/2.8 Macro USM: Ein Objektiv, nicht nur für den Einsatz in der Makrofotografie. Dank 100mm Brennweite und einer Öffnung der Blende auf bis zu f/2.8 ist dieses Objektiv auch für die Widefield-Astrofotografie sehr gut geeignet.

– Canon EF 24-105mm f/4L IS USM: Das StandardZoom Objektiv ist für diverse Einsatzmöglichkeiten gut geeignet.

 

Celestron Neximage 5

Die Neximage 5 Webcam von Celestron hat einen CMOS-Sensor und kann mittels der mitgelieferten Software avi-Videodateien aufnehmen. Die Webcam wird über einen Mikrofokussierer (Crayfordauszug) ans Teleskop angeschlossen, dieser ermöglicht es, feinere Fokuseinstellungen am Teleskop durchzuführen.

Mit dieser Technik erstelle ich Aufnahmen von Planeten sowie der Mondoberfläche, wobei ich zusätzlich eine Barlowlinse verwende, welche die Brennweite des Teleskopes erweitert.

Bearbeitet werden die Rohbilder mittels Registax (Freeware).

 

ZWO ASI 174MM

Die ASI 174MM von ZWO Opticals ist eine Monochrome CMOS-Kamera, welche ich für die Planeten- und H-alpha Fotografie nutze. Die Kamera hat dank USB 3.0 Anschluss eine erhöhte Bildübertragungsrate, welche bei der Planetenfotografie nicht unerheblich ist. Auch hat die Kamera einen relativ grossen Sensor, welcher mir ermöglicht, dass ich mit dem Lunt LS35 Sonnenteleskop die Gesamtsonne komplett auf Bild aufnehmen kann, ohne ein Mosaik erstellen zu müssen.

Für Farbaufnahmen nutze ich ein LRGB-Filtersatz von Baader.

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